1993: Innovations-Sudhaus: Die thermische
Brüdenverdichtung
Eine der herausragendsten Innovationen ist das im
Oktober 1993 fertig gestellte Sudhaus, welches nach dem
Verfahren der thermische Brüdenverdichtung"
arbeitet. Der Energieverbrauch reduzierte sich dabei um
75%. Das Bier wird beim Kochen mit sanften 100,8 °C
gebraut.
Die Schwaden, die beim Würzekochen verdampfen, heißen Brüden. Beim traditionellen Brauen entweichen sie über den Schornstein ins Freie. Damit geht ungeheuer viel Energie verloren und die Anwohner werden mit unangenehmen Gerüchen belästigt.
Mit dem von Herrn Fischer federführend entwickelten System wird die Belastung vollkommen beseitigt und die Energie, die in den Brüden steckt, hundertprozentig recyclet. Die Brüden entweichen hierbei nicht mehr in die Luft, sondern werden einem Dampfstrahl-Verdichter zugeführt. In diesem Gerät reißt ein von außen zugeführter Treib-Dampfstrahl die Brüden in einem Diffusor mit, in dessen Außenbereich Druck und Temperatur des Schwadendampfes angehoben werden. Der derart energiegesteigerte Mischdampf wird dann einem Wärmetauscher zugeführt. In diesem findet ein Energieaustausch zwischen dem Dampf und der im Kreislauf umgewälzten Würze statt. Dadurch erhält die Würze die für den Kochprozess erforderliche Energiezufuhr.
Dahinter steckt das Prinzip des "sanften Brauens". Die Würze wird nicht mehr, wie in anderen Brauereien mit 170 °C, sondern nur noch mit 100,8 °C gekocht. Das bedeutet, dass die Würzeinhaltsstoffe wesentlich schonender behandelt werden, da es zu keinen Verbrennungen an der Schnittstelle im Wärmetauscher mehr kommt.
Im übrigen wird auch die Umweltbelastung erheblich vermindert, da 75% weniger Energieverbrauch auch 75% weniger Gas und damit 75% weniger Schadstoffe bedeuten.

Setzt neue Maßstäbe durch sanftes Brauen